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„Sie waren Nachbarn“: Wie sich eine Initiative um das Schicksal jüdischer Hausbewohner kümmert

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08.03.2026

Der erste Stein, der an diesem Sonntagmittag von Gunter Demnig in der Jagowstraße vor der Hausnummer vier in die Erde geschlagen wird, ist Johanna Meyer gewidmet: Jahrgang 1886, deportiert am 17. November 1941, ermordet acht Tage später. Daneben legt der Künstler den zweiten Stein mit Messingplatte. Darin eingraviert ist der Name von Alfred Meyer, des Ehemanns von Johanna, der am selben Tag von den Nationalsozialisten deportiert wurde. Auch er überlebte nicht.

Rund 30 Menschen jüdischen Glaubens wohnten zu Beginn des Hitlerregimes in dem fünfgeschossigen Altbau in Moabit. Elf von ihnen, die entweder ermordet wurden oder vor ihrer Deportation emigrieren konnten, sind seit dem Wochenende Stolpersteine gewidmet.

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Dass diese Menschen, die zu drei im Haus lebenden Familien gehörten, in Erinnerung bleiben, ist den heutigen Bewohnern zu verdanken. Georg Frank hält elf weiße Rosen in den Händen. „Für jeden einstigen jüdischen Nachbarn, an die nun........

© Berliner Zeitung