Lärm, Abgase und Nationalismus: Beim Feiern unserer Nationalelf fehlt die Kreativität
Kaum ist der Schlusspfiff ertönt, beginnt in Deutschland ein Ritual, das so verlässlich ist wie die Diskussion über die Aufstellung vor dem Turnier: Menschen setzen sich ins Auto, hängen Fahnen aus den Fenstern und drehen hupend ihre Runden durch die Stadt. Jahr für Jahr wird der Autokorso als Ausdruck grenzenloser Freude verkauft. Dabei ist er nicht gerade die originellste Art zu feiern.
Natürlich gibt es die bekannten Einwände. Der Lärm hält Anwohner wach, die Straßen verstopfen und die Umwelt profitiert auch nicht gerade davon, wenn hunderte Autos für den reinen Selbstzweck im Schritttempo durch die Innenstädte rollen. Fragwürdig wird es auch, wenn die Feier in nationalen........
