Viel Aufsehen um geplante Gesundheitsreform: Wenn sie scheitert, kann die Regierung einpacken
Abwarten und auf Genesung hoffen, das hilft vielleicht bei einem Schnupfen. Wer ernsthafter krank ist, muss zum Arzt gehen, bittere Pillen nehmen, sich womöglich einer schmerzhaften Operation unterziehen. Oft hilft es, schlechte Angewohnheiten aufzugeben und besser auf sich zu achten. Nicht selten bringt erst ein Bündel mehrerer Maßnahmen den Erfolg.
Das gilt auch in der Politik: In Deutschland herrscht Reformbedarf an allen Ecken und Enden, eigentlich wissen alle, dass tiefgreifende Veränderungen nötig sind. Die schwarz-rote Bundesregierung hat versprochen, sie zu liefern, doch schon ganz am Anfang der To-Do-Liste hakt es gewaltig. Ausgerechnet das Sparpaket, mit dem Gesundheitsministerin Nina Warken die ausufernden Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen einhegen will, ist massiv unter Beschuss geraten – nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Verteilungskämpfe, die da noch kommen. Die lieblose Zweckehe aus Union und SPD steht vor einer doppelten Herausforderung: Erst einmal muss sie sich........
