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Almabtrieb: Über Tracht, Brauchtum und Inszenierung

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01.10.2026

Der Almabtrieb im Tiroler Alpbachtal hat sich von einem traditionellen Brauch zu einem großen touristischen Event entwickelt.

Trachtenmode wird beim Fest als temporärer “Look” genutzt, um Zugehörigkeit zu zeigen, unabhängig von Herkunft oder Alltag.

Laut Nadja Neuner-Schatz erhält die Tracht ihre Bedeutung erst im jeweiligen Kontext.

Über 3000 Besucher:innen beim Almabtrieb im Tiroler Alpbachtal

Fünf Herden laufen am letzten Samstag im September durch das Dorf

Almabtrieb wird in Reith im Alpbachtal an zwei Samstagen gefeiert

Tradition seit rund 150 Jahren touristisch vermarktet

Der Almabtrieb im Tiroler Alpbachtal hat sich von einem traditionellen Brauch zu einem großen touristischen Event entwickelt.

Trachtenmode wird beim Fest als temporärer “Look” genutzt, um Zugehörigkeit zu zeigen, unabhängig von Herkunft oder Alltag.

Laut Nadja Neuner-Schatz erhält die Tracht ihre Bedeutung erst im jeweiligen Kontext.

Über 3000 Besucher:innen beim Almabtrieb im Tiroler Alpbachtal

Fünf Herden laufen am letzten Samstag im September durch das Dorf

Almabtrieb wird in Reith im Alpbachtal an zwei Samstagen gefeiert

Tradition seit rund 150 Jahren touristisch vermarktet

„Die nächsten Kühe kommen in 60 bis 90 Minuten“, sagt der Mann in der grellgelben Warnweste, der eine der Absperrungen um den Dorfkern bewacht. Er gehört zur Freiwilligen Feuerwehr, die heute aus allen umliegenden Tälern zusammengekommen ist. Mit vereinten Kräften wird hier der Almabtrieb im Tiroler Alpbachtal unterstützt. Mit Walkie-Talkies kommunizieren die Organisatoren mit jenen Helfer:innen, die bei den Kühen sind: Wann sind die Huftiere fertig geschmückt? Wann werden sie losgeschickt, und durchs Dorf getrieben? Um dann von mehr als tausend Handys gefilmt und fotografiert zu werden. Fünf Herden dürfen heute durch das Dorf laufen. Aber dazwischen braucht es doch immer wieder eine Pause, in der die Gäste konsumieren können.

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Es sind bestimmt wieder mehr als 3000 Besucher:innen auf diesem Fest. Heute, am letzten Samstag im September, vielleicht so viele wie noch nie. Ein Vorwärtskommen ist an den Engstellen kaum möglich. Für die Kühe muss sich die Menge trotzdem an die Seiten quetschen, während „Skandal im Sperrbezirk“ von der einen Festbühne intoniert wird, „dem Land Tirol die Treue“ von der anderen. Bier kommt im Plastikbecher, Hochprozentiges im Glasstamperl auf der Schnapslatte (Holzstück mit mehreren Einbuchtungen für die gleichzeitige Bewirtung vieler Edelbrände). „Griaß di. Was mogst?"

Herbstzeit bedeutet im alpinen Raum traditionell, dass die Kühe (und Schafe und Ziegen) von den Almen,........

© Wiener Zeitung