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Flugabgabe: Schildbürger:innen auf Flügeln

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thursday

Johanna Mikl-Leitner und Michael Ludwig fordern die Abschaffung der Flugabgabe, obwohl sie ihr 2010 nicht widersprochen haben.

Die Flugabgabe wurde mehrfach verändert, brachte zuletzt Rekordeinnahmen, ist aber inflationsbereinigt weniger wert.

Die Passagierrückgänge in Wien haben mehrere Ursachen; die Abgabe ist ein Faktor, aber nicht der einzige.

Flugabgabe seit 2020: 12 € pro Ticket, 30 € bei Flügen unter 350 km

Einnahmen 2025: 179 Mio. €, Prognose 2027: 190 Mio. €

Verteilung 2025: 122 Mio. € Bund, 36 Mio. € Länder, 21 Mio. € Gemeinden

Passagierrückgang Wien Jän–Sep 2026: -4,5 %, Bratislava verdoppelt

Johanna Mikl-Leitner und Michael Ludwig fordern die Abschaffung der Flugabgabe, obwohl sie ihr 2010 nicht widersprochen haben.

Die Flugabgabe wurde mehrfach verändert, brachte zuletzt Rekordeinnahmen, ist aber inflationsbereinigt weniger wert.

Die Passagierrückgänge in Wien haben mehrere Ursachen; die Abgabe ist ein Faktor, aber nicht der einzige.

Flugabgabe seit 2020: 12 € pro Ticket, 30 € bei Flügen unter 350 km

Einnahmen 2025: 179 Mio. €, Prognose 2027: 190 Mio. €

Verteilung 2025: 122 Mio. € Bund, 36 Mio. € Länder, 21 Mio. € Gemeinden

Passagierrückgang Wien Jän–Sep 2026: -4,5 %, Bratislava verdoppelt

Bevor wir uns heute übers Fliegen unterhalten, reden wir zunächst über Brücken. Eine solche haben am vergangenen Woche zwei Länder bzw. deren Landeshauptleute gebaut, die ansonsten ein tiefer Graben trennt, ein Graben zwischen Land und Stadt, zwischen schwarz und rot. Es geht um Niederösterreich und Wien, personifiziert in Gestalt von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Und die Brücke, die sie verbindet, ist ein gemeinsames Ziel: Die Abschaffung der österreichischen Flugabgabe – jener zwölf Euro, die auf jedem Ticket ab einem österreichischen Flughafen hängen, 30 Euro bei Flügen unter 350 Kilometern.

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Diese Abgabe gehöre „abgeschafft“ (Mikl-Leitner) beziehungsweise „überdacht“ (Ludwig). „Die Flugabgabe ist ein Schildbürgerstreich!“, verlautet meine Landeshauptfrau auf ihren Social-Media-Kanälen, denn sie „gefährdet Arbeitsplätze, schadet unserem Wirtschaftsstandort und belastet die Reisenden“ – und dem Klima sei auch nicht geholfen, „wenn die Menschen statt von Wien von Bratislava abfliegen“.

Was bei diesem Furor mitdenken sollte: Wien und Niederösterreich halten je 20 Prozent der Anteile am Flughafen Wien (plus je vier Aktien, die sie 2022 zugekauft haben, um gemeinsam mit der Mitarbeiterstiftung die Mehrheit gegenüber dem australischen Fonds IFM zu halten). Und dessen Vorstand Günther Ofner hatte gut eine Woche davor in der ZiB2 die Ticketsteuer einen „Schuss ins Knie“ und ein „Arbeitsplätzeförderprogramm für Bratislava“ genannt.

Ryanair-Chef Michael O'Leary reist ohnehin seit einem Jahr regelmäßig nach Wien, um „Sleepy Stocker“ und „Hopeless Hanke“ (seine Worte) in launigen Pressekonferenzen die Abschaffung besagter Steuer näherzulegen; seine Wiener Flotte hat er, nachdem entsprechende Drohungen nichts gefruchtet haben, von 19 Flugzeugen im Sommer 2025 auf zwölf im kommenden Winter geschrumpft; Wizz Air, eine andere „Billig“-Airline, ist........

© Wiener Zeitung