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Höhere Spritpreise durch den Iran-Krieg: Eine Unverschämtheit der Ölkonzerne

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04.03.2026

Die Spritpreise kletterten am Dienstag an einigen Tankstellen auf über zwei Euro, dabei liegt der Angriff der USA und Israels gegen den Iran erst wenige Tage zurück. Während im Nahen Osten gekämpft wird, machen also an den Zapfsäulen vorwiegend die Ölkonzerne Kasse.

Genau das spüren gerade die Autofahrer in Deutschland. Denn während die Tankstellen ihr Benzin noch vor einer Woche günstig einkaufen konnten, verkaufen sie genau dieses jetzt deutlich teurer an die Bevölkerung.

Dieselpreise explodieren: Autofahrer zahlen bis zu 65 Cent mehr pro Liter

Schon vor vier Jahren mussten die Autofahrer durch die angestiegenen Benzinkosten tief in die Tasche greifen. Die Kosten explodierten: Der Liter Diesel stieg im Schnitt um 30 Cent an. Damit steckte sich die Ölindustrie alleine im März 2022 mit dem Geld der deutschen Autofahrer zusätzliche Gewinne von 1,2 Milliarden Euro ein.

Aktuell sieht es noch dramatischer aus: Bis zu 65 Cent mehr pro Liter Diesel müssen die Autofahrer am Mittwochmorgen zahlen. Durch den Zapfhahn fließt damit flüssiges Gold in ein Auto, das aufgrund der maroden Infrastruktur im Bereich des Fern- und Nahverkehrs unverzichtbar ist. Denn warum sollte man teure Tickets für Züge zahlen, die nicht kommen oder sich verspäten? Einfach umsteigen und sparen ist ausgeschlossen – ein Problem, von dem auch die Ölkonzerne wissen.

Und die steigenden Benzinpreise schaden der Wirtschaft, wie Friedrich Merz am Dienstag bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus in Washington sagte. Gleichzeitig seien doch nach ihm gerade die Arbeitnehmenden, die den Sprit dringend brauchen, schuld an der schwächelnden Wirtschaft. So muss er jetzt eine Lösung präsentieren, ansonsten wird der Arbeitsweg zu teuer.


© WAZ