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Google löscht auf Rekordniveau – stößt das DMCA-System an seine Grenzen?

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03.06.2026

Google löscht auf Rekordniveau – stößt das DMCA-System an seine Grenzen?

Google löscht Milliarden Einträge aus ihrem Verzeichnis. Doch bei exakt 70 Mio. URLs pro Woche scheint Google ein Limit gesetzt zu haben.

Ein Marktführer mit Abstand

Google löscht nur so viel, wie es will?

Google weicht der Frage aus

Milliarden Meldungen pro Jahr

Effizienter Urheberrechtsschutz ...

... oder digitale Selbstjustiz der Rechteinhaber am Fließband?

Google löscht Woche für Woche Millionen angeblich urheberrechtsverletzende Links aus seinen Suchergebnissen. Doch ausgerechnet der weltweit größte DMCA-Melder scheint inzwischen an eine unsichtbare Grenze gestoßen zu sein. Die Zahlen werfen Fragen auf: Gibt es bei Google ein geheimes Limit für Löschanträge?

Laut dem aktualisierten Transparency Report von Google hat die niederländische Anti-Piraterie-Firma Link-Busters mittlerweile mehr als 6,5 Milliarden URL-Löschungen beantragt. Damit verantwortet das Unternehmen allein über ein Drittel aller knapp 18 Milliarden DMCA-Anträge, die Google bislang erhalten hat. Früher war das noch deutlich weniger.

Ein Marktführer mit Abstand

Die Firma Link-Busters arbeitet für zahlreiche internationale Verlage, darunter Penguin Random House und HarperCollins. Der Fokus liegt vor allem auf sogenannten Schattenbibliotheken und Plattformen, die urheberrechtlich geschützte Bücher ohne Erlaubnis anbieten. Ihre Einträge sollen öffentlich nirgendwo mehr in Suchmaschinen erscheinen.

Die Dimensionen sind gewaltig: Der zweitgrößte Melder Rivendell (Forward Global) kommt auf knapp 1,5 Milliarden Anträge, gefolgt von MG Premium, der Rechteverwertungsabteilung des Pornhub-Mutterkonzerns Aylo, mit rund 1,26 Milliarden Meldungen. In deren Namen haben früher Unbekannte Fake-Abmahnungen verschickt. Eine Berliner Kanzlei verschickt aber auch echte Abmahnungen in ihrem Namen. An das Niveau von den Niederländern kommt niemand heran. Kein anderer Akteur erreicht auch nur annähernd die Größenordnung von Link-Busters.

Google löscht nur so viel, wie es will?

Besonders auffällig ist jedoch eine Entwicklung, die bislang kaum Beachtung fand. Nachdem die Zahl der gemeldeten URLs zwischen 2023 und 2024 nahezu explosionsartig angestiegen war, stagniert sie seit etwa einem Jahr bei rund 60 bis 70 Millionen URLs pro Woche.

Die Kurve verläuft mittlerweile nahezu waagerecht. Für Beobachter sieht das weniger nach einem natürlichen Rückgang der Piraterie aus als vielmehr nach einer technischen oder organisatorischen Obergrenze. Ob diese Grenze bei Google oder bei Link-Busters selbst liegt, bleibt unklar. Über dieses........

© Tarnkappe