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Wenn Ideologie Medizin ersetzt: Trumps Kampf gegen die Impfungen

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16.08.2026

Das Masern-Virus ist wieder da. Wegen wachsender Impfskepsis stiegen die Fälle der Erkrankten in den USA seit dem Jahr 2000 stetig. Nach der Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus explodierten sie sogar. Laut der Gesundheitsbehörde CDC gab es in den vergangenen beiden Jahren mehr Masernfälle in den Vereinigten Staaten als in allen Jahren seit der Jahrtausendwende. Damals galt die vor allem für Kinder gefährliche Krankheit als ausgerottet.

Epizentrum der bisher 2318 bestätigten Fälle in diesem Jahr war die Trump-Hochburg South Carolina, wo die Krankheit in einer Gemeinde christlicher Fundamentalisten grassierte. Weitere Schwerpunkte lagen in Utah und Arizona, ebenfalls Hochburgen religiös motivierter Impfgegner.

Trump und Kennedy stellen Impfungen infrage

Experten für öffentliche Gesundheit erkennen darin das Ergebnis einer Politik, die nicht Wissenschaft, sondern Ideologie prägt. Trump und Kennedy glauben, Impfungen verursachten Autismus. Eine These, die der britische Arzt Andrew Wakefield vor 25 Jahren in die Welt gesetzt hatte.

Die Studie, die Wakefield 1998 im renommierten Fachjournal The Lancet publizierte, entpuppte sich als Betrug. Er verlor seine Approbation, zog in die USA und belebte dort mit seinem Film „Vaxxed"........

© Südkurier