Sie haben Geldflüsse im Visier: Neue Einheit verfolgt die Spuren von Geldwäschern im Südwesten
Steuerfahnder, Polizisten und Staatsanwälte unter einem Dach in einer Gewerbeimmobilie in Stuttgart-Feuerbach haben ein Ziel: Effektiver den Kampf gegen Geldwäsche zu führen. Seit Juli 2025 gibt es die sogenannte Taskforce Finanzkriminalität Baden-Württemberg (TafF BW), die die Kompetenzen aus dem Bereich von Justiz, Polizei und Finanzverwaltung bündelt. Im Endausbau sollen es 44 Personen sein.
Geldwäsche ist der Versuch, illegal erworbene Vermögenswerte zu scheinbar legalem Geld oder Vermögen zu machen. Die ersten Zahlen der Taskforce können sich sehen lassen. 180 Verfahren wurden seither eingeleitet, 70 Verfahren stehen aktuell im Zentrum der Arbeit der Taskforce, 50 davon sind große Ermittlungsverfahren. Vermögenswerte von 128 Millionen Euro haben die Fahnder im Visier, auf 78 Millionen Euro davon hat der Staat bereits die Hand drauf. Das Geld fließt eines Tages in die Staatskasse, wenn die Ermittlungen abgeschlossen und die Verfahren rechtskräftig sind.
Am Donnerstag besuchten Justizminister Moritz Oppelt (CDU), Finanzstaatssekretärin Andrea Lindlohr (Grüne) und Innenstaatssekretär Reiner Moser (CDU) die Einrichtung – und zeigten sich sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit. Die Vorgehensweise der Taskforce sieht im Grunde so aus: Behörden wie Finanzämter oder Regierungspräsidien melden bei Geldwäsche-Verdacht auffällige Finanzbewegungen in ihrem........
