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Oxford-Spitzenforscher Barez erklärt, was KI so gefährlich macht und wie man damit umgeht

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08.10.2026

Mister Barez, Sie forschen schon lange an Sicherheitsfragen rund um die Künstliche Intelligenz. Können Sie trotz der zunehmenden Sorgen um die Risiken von KI überhaupt noch erholsam schlafen?

FAZL BAREZ: Viele Menschen, die sich mit KI-Sicherheit beschäftigen, machen sich über diese Fragen schon seit mehr als zehn Jahren Gedanken. Für uns sind diese Probleme also nicht so neu, wie sie für andere vielleicht erscheinen. Neu ist allerdings, welche Auswirkungen die Technologie inzwischen hat.

Sind die Warnungen vor einem existenziellen Risiko durch KI berechtigt oder ist das zu alarmistisch?

BAREZ: Niemand kennt darauf wirklich die Antwort. Und es ist sehr schwer, eine Wahrscheinlichkeit dafür anzugeben. Wenn aber Fachleute aus Forschung und Wirtschaft vor möglichen Risiken warnen, sollten wir diese Warnungen zumindest ernst nehmen. Wenn wir sie ernst nehmen und am Ende nichts dergleichen passiert, ist das kein Problem. Wenn wir sie dagegen ignorieren, könnte es irgendwann zu spät sein. Genau dieses Szenario wollen wir vermeiden.

Selbst die Chefs führender KI-Unternehmen sorgen sich vor den Auswirkungen ihrer eigenen Technologie. Stecken dahinter echte Ängste oder auch wirtschaftliche Interessen?

BAREZ: Beides ist möglich. Die geäußerten Sorgen verdienen Beachtung, zugleich aber muss genau darauf geachtet werden, dass die möglichen Risiken nicht dazu genutzt werden, sich selbst Vorteile zu verschaffen, etwa indem Unternehmen Einfluss auf die Regulierung nehmen und........

© Südkurier