„Gehen Sie doch einmal in eine Synagoge“
Man muss keine Jüdin sein, um ein Opfer von Judenhass zu werden. Bei Trixi Obermaier genügte ein Aufkleber mit den Worten „Antisemitismus – ohne mich“ in der Auslage ihres Modegeschäfts in München. Sie wurde bedroht und ihr Schaufenster mit der Parole „Zionisten sind Faschisten“ beschmiert. Nun ermittelt der Staatsschutz.
Man muss auch kein Jude in Deutschland sein, um mit dem deutschen Antisemitismus konfrontiert zu werden. Ein Hotel im Bayerischen Wald schrieb einem Interessenten aus Israel, der sich nach einem Urlaubsquartier erkundigt hatte, zurück: „Entschuldigung, in unserem Hotel sind keine Juden erlaubt.“ Auch das könnte justiziabel sein.
Als israelische Generalkonsulin in München verfolgt Talya Lador-Fresher mit Sorge, wie die Zahl antisemitischer Vorfälle kontinuierlich steigt. Mehr als 1500 waren es in Bayern im vergangenen Jahr - so viele wie noch nie, und dabei sei die Lage hier bei weitem nicht so angespannt wie etwa in Berlin, sagt sie. Allerdings läuft auch........
