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„Die Insel ist wie eine Großfamilie“: Warum der Überlinger Gerd Ballmann ausgewandert ist

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13.06.2026

Wer zu Gerd Ballmann möchte, sollte keine Scheu vor Steigungen haben. Vor allem kurz vor dem Ziel kommt die Straße gefühlt einem Bergaufstieg nahe. Nicht umsonst gilt El Hierro als eine der steilsten Kanareninseln mit extremer Topografie. Aber, der Weg lohnt sich, allein wegen der fantastischen Aussicht in über 700 Metern Höhe, die man vom Ballmanschen Haus aus genießt. Wie auf einem Präsentierteller breitet sich am Horizont der Atlantik aus, als wäre es Teil eines Gemäldes.

Weg vom Massentourismus in Deutschland

Ein perfektes Ambiente für einen Kreativen wie Ballmann, der sich gerne der Natur bedient, um sie auf Leinwand zu bannen. Auf der entlegenen, vulkanischen Insel kann der Deutsche aus dem Vollen schöpfen. Das war aber nicht ausschlaggebend bei der Entscheidung, sich 1984 zusammen mit seiner Frau niederzulassen. „Ein Grund war, dass wir vom Massenkonsum in Deutschland und der Hektik wegwollten“, sagt der 73-Jährige. El Hierro habe ihnen gleich gut gefallen.  

Zuvor hatte Ballmann überwiegend am Bodensee gelebt, allen voran in Überlingen. In der Stadt legte er Anfang der 1970er Jahre nicht nur sein Abitur ab, sondern erhielt auch wichtige kreative Impulse. Insbesondere besuchte er Kurse beim Künstler Daniel Moreau im damaligen........

© Südkurier