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Viele Bäume haben ihre Blätter schon abgeworfen: Was passiert mit unserem Wald?

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01.11.2026

Wer im Spätsommer durch die Wälder rund um Stockach spaziert ist und dabei den Blick schweifen ließ, dem ist es vielleicht schon aufgefallen: Überall lag bereits Laub auf dem Boden. Vertrocknete Blätter, ja, aber manch einer konnte auch frisches, noch grünes Laub auf den Wegen entdecken. Ungewöhnlich, sonst beginnt der Herbst doch erst viel später.

Als Forstrevierleiter hat Lennard Furchtner seinen Wald stets fest im Blick und selbstverständlich ist auch ihm das Phänomen nicht entgangen. Er weiß: Normalerweise – es kommt immer auf die Temperaturen an – startet der Herbst, wie wir ihn kennen, im Zeitraum von Ende September bis Mitte Oktober. Und wenn im November dann der erste Frost kommt, werfen die Bäume ihr Laub schließlich ab. In diesem Jahr sieht das jedoch anders aus. Warum? „Unsere häufigste Baumart ist die Rotbuche. An der habe ich es auch am stärksten gemerkt“, stellt Lennard Furchtner fest. „Bereits Mitte bis Ende August konnte man sehen, dass ihre Blätter teilweise braun wurden und das Laub abgefallen ist. Und manche Bäume haben direkt ihre noch grünen Blätter abgeworfen.“ Beides sei ein eindeutiges Indiz für starke Trockenheit.

Deshalb wirft der Baum seine Blätter so früh ab

Doch was passiert eigentlich im Baum, wenn er sein Laub vorzeitig abwirft? Furchtner erklärt es so: Der Baum verschließt in diesem Prozess die Spaltöffnungen, die er auf dem Laub hat. Über die nimmt er CO₂ für die Photosynthese auf – und bei Wassermangel........

© Südkurier