Eiche trifft auf Discokugel: Wie im Wald ein neuer Kulturraum entstehen soll
Zwischen Eichen, Buchen und Eiben schwebt eine glänzende Discokugel, darunter bewegen sich Menschen im Takt der Musik. Von einem selbstgebauten Turm aus behalten Samuel Hofer und Nick Volz den Überblick über die Waldbühne hinter der Nordtribüne des Bodenseestadions. Rund 600 Besucher tanzen am Samstag, 12. September, vor zwei Bühnen, verfolgen Drag-Shows und lassen sich vom Impro-Theater unterhalten. Der Anblick bereitet den Organisatoren sichtlich Freude, während die Anspannung der vergangenen Wochen nachlässt.
Waldbühne soll dauerhafter Kulturort werden
Fast ihre gesamte Freizeit investierten Hofer und Volz in die lang gereifte Idee. „Da waren einige Nachtschichten dabei“, erzählt Hofer. Zwölf ehrenamtliche Helfer bauten auf, dekorierten das Gelände und sicherten die Bäume. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. „Die Vision, die wir zeigen wollen, wird spürbar“, meint Volz und lächelt. Nach dem Willen des Kulturnetzwerks Loretta soll es nämlich nicht bei einer einmaligen Veranstaltung bleiben. Vielmehr solle das Tagesfestival „Loretta erwacht“ den Auftakt für eine dauerhafte, nichtkommerzielle Nutzung des Geländes bilden – von der Stadt gebe es bereits positive Signale.
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