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25 Jahre 9/11: „Wir wussten, dass wir in das gefährlichste Feuer unseres Lebens gehen“

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11.09.2026

Herr Pfeifer, wenn Sie an den 11. September denken – welches Bild sehen Sie?

JOSEPH PFEIFER: Für mich ist es das Bild meines Bruders, der Lieutenant bei der Feuerwehr war. Er ging das World Trade Center hinauf, um Menschen zu retten und sie zu einer sicheren Treppe zu leiten. Wie er das macht und sich selbst dabei zurücknimmt, voller Mut und Herzlichkeit – das ist ein Bild, das ich tief in meinem Herzen trage.

Ihr Bruder Kevin befand sich im Nordturm, als dieser zusammenstürzte. Er ist einer von 343 Feuerwehrmännern, die an diesem Tag ihr Leben verloren. Sie selbst überlebten den Einsatz nur knapp. Was ging damals in Ihnen vor?

PFEIFER: Wir hatten keine Vorstellung davon, dass ein kompletter Wolkenkratzer einfach einstürzen könnte. Das war noch nie geschehen, nirgendwo auf der Welt. Wir wussten, dass es gefährlich werden würde. Aber wir dachten vor allem an die Menschen, die in den Gebäuden eingeschlossen waren und Hilfe brauchten. Ich wusste, zu dieser Uhrzeit am Morgen halten sich etwa 20.000 Männer und Frauen in den Türmen auf. Das war meine Sorge und die Sorge meiner Feuerwehrleute.

Wie begann der Einsatz für Sie?

PFEIFER: Ich sah, wie das Flugzeug direkt auf den Nordturm zuhielt, und mir war klar: Das ist kein Unfall. Ich rückte mit meinen Feuerwehrleuten aus und forderte weitere an. Als wir vorfuhren, sahen wir Menschen in den oberen Stockwerken, die sich an den Fenstern sammelten, eingeschlossen von Rauch und Feuer. Die anderen Feuerwehrleute, die Ersthelfer und ich trafen die Entscheidung, hineinzugehen. Natürlich ist das unser Job, aber in diesem Fall wussten wir, dass wir in das gefährlichste Feuer unseres Lebens gehen.

Um 8.46 Uhr traf das erste Flugzeug den Nordturm. Sie richteten in der Lobby den ersten Kommandoposten ein, um die Rettung zu leiten.

PFEIFER: Es kamen immer mehr Feuerwehrleute an den Einsatzort. Ganz ruhig betraten sie die Lobby, traten an mich heran und fragten: „Chief, was sollen wir tun?“ Die Aufzüge waren ausgefallen, das hieß, sie mussten die Treppen hinaufsteigen. Ich sagte ihnen: „Evakuiert das Gebäude und rettet die, die vom Feuer eingeschlossen sind.“ Und die Feuerwehrleute gingen hinauf. Sie ermutigten die verängstigten Menschen, die sie in den unteren Stockwerken trafen, weiter nach unten zu laufen. Das waren kleine Akte der Freundlichkeit: „Geht weiter, bleibt nicht stehen, ihr kommt hier raus.“

Dann schlug das zweite Flugzeug ein.

PFEIFER: 17 Minuten später, in den Südturm. Wir mussten unsere Leute aufteilen. Dort geschah dasselbe: Unsere Leute rannten hinauf, um Menschen zu retten. Um 9.59 Uhr stürzte der Südturm jedoch ein – und schleuderte Staub und Trümmer in den Nordturm. Ich ließ das........

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