Das Ende ist nahe! Konstanzer Uni-Theater spielt Becketts bedrückend lustige Endzeit-Groteske
Samuel Becketts Einakter aus dem Jahr 1957 spielt in einer kargen, postapokalyptischen Welt. In einem düsteren Unterschlupf fristen die letzten Menschen ihr Dasein: der blinde, gelähmte Hamm (Idan Pfefferle), der seinen Diener Clov (Rune Wietelmann) tyrannisiert, sowie Hamms Eltern Nagg (Jakub Kaminski) und Nell (Marie Puschmann), die in zwei Mülltonnen hausen. Eine Handlung im klassischen Sinn gibt es kaum – es geht ums Warten, ums Ende, um die Frage, was bleibt, wenn nichts mehr kommt. Und doch ist das Stück von einem bitteren, schwarzen Humor durchzogen.
Stück passt in eine Zeit der Ungewissheiten
Genau diese Mischung reizte Regisseurin Cecilia Amann vom Konstanzer Uni-Theater. „Absurdes Theater liebe ich sehr, auch weil es auf so vieles anwendbar ist“, sagt sie. Die Wahl des Stücks sei eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Zeitgefühl gewesen: „Diese Zeit, in der man das Gefühl hat, diese Apokalypse steht möglicherweise bevor.“ Gerade die junge Generation sieht sie mit einer ungewissen Zukunft konfrontiert – „in meiner Jugend war das vielleicht abgeschwächter. Da finde ich das eben gerade relevant.“
Amann inszenierte betont texttreu. Weil das Werk „so........
