Eskalation gestoppt: Daran muss sich Trump nun messen lassen
Donald Trump hat die Stopptaste gedrückt. Die Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg gibt diplomatischen Bemühungen wieder Raum. Der US-Präsident hat sich damit Zeit verschafft. Ein Ende seines außenpolitischen Schlingerkurses, gar ein Ausweg auf dem Krieg mit dem Iran ist damit allerdings noch lange nicht sicher.
Der außen- und innenpolitische Druck auf den 79-Jährigen war zuletzt von Tag zu Tag gestiegen - auch unter dem Eindruck schwacher Umfragewerte wenige Monate vor den wichtigen Zwischenwahlen im November.
Die martialischen Drohungen Trumps kurz vor Ablauf seines Ultimatums - den Iran in die Steinzeit zu bomben und eine ganze Zivilisation untergehen zu lassen, wenn die „verdammte“ (fucking) Straße von Hormus nicht geöffnet werde - verstärkten in den USA Rufe nach einer Absetzung des Präsidenten. Reihenweise forderten Demokraten ein Bekenntnis von Republikanern im Kongress und Trump-Getreuen im Kabinett, gegen den Präsidenten vorzugehen.
Trump verkauft die Waffenruhe als Erfolg. Und was macht Israel? Nur Stunden nach der Vereinbarung begann die Armee, den Süden Libanons mit heftigen Angriffen zu überziehen. Premier Benjamin Netanjahu betont, der Waffenstillstand beziehe sich nicht auf Israels Einsatz gegen die Hisbollah. Aus Protest dagegen erwägt der Iran laut Nachrichtenagentur Fars bereits, die........
