Hitze drosselt Frankreichs Atomstrom: Reaktoren müssen runterfahren
Waldbrände und Dürre, Wassermangel und eine erhöhte Sterblichkeitsrate: Die wiederholten Hitzewellen in diesem Sommer stellten Frankreich vor schwere Probleme. Mit der Beeinträchtigung der Stromerzeugung kam noch ein weiteres hinzu. Fast 70 Prozent des französischen Stroms stammen aus der Kernenergie. 57 Reaktoren an 19 Standorten bilden den Atompark des Landes, der der zweitgrößte der Welt nach den USA ist. Die meisten der Kraftwerke entnehmen Wasser aus Flüssen, Seen oder dem Meer, führen es zur Kühlung durch die Anlage und leiten es anschließend erwärmt zurück.
Im Juli fielen in Frankreich im Durchschnitt 23 von 57 Reaktoren aus
Doch in den vergangenen Wochen mussten zeitweise 13 Reaktoren abgeschaltet oder in ihrer Leistung gedrosselt werden, da hohe Wassertemperaturen und niedrige Flusspegel die Kühlmöglichkeiten einschränkten. Das erwärmte Wasser darf nicht beliebig zurückgeleitet werden. Es gelten jeweils unterschiedliche Temperaturgrenzen, um zu verhindern, dass sich die Gewässer zu stark erwärmen und dadurch das ökologische Gleichgewicht gestört sowie die dort lebenden Tiere und Pflanzen gefährdet werden. Während der jüngsten Hitzewellen wurde dies unter anderem an der Garonne und der Rhône zum Problem, auch wenn........
