Die Stadt als Dienstleister: Sie möchte zwar, aber sie kann es nicht
Die Stadt als Dienstleister: Sie möchte zwar, aber sie kann es nicht
Die Stadt als Dienstleister: Sie möchte zwar, aber sie kann es nicht
In Wald und am Brockenberg zeigt sich wieder einmal, wie weit das Servicedenken des Rathauses reicht. Oberbürgermeister Flemm möchte das ändern. Aber Ansagen allein helfen nicht, fürchtet Kolumnist Stefan M. Kob.
Liebe Leserinnen und Leser!
Wie schön wäre es, wenn man all das, was man für richtig und wichtig hält, mit einem Fingerschnipp umsetzen könnte? Klappt nicht im kleinen Handwerksbetrieb und erst recht nicht im weitaus größten Unternehmen Solingens, das da heißt: Stadtverwaltung.
Ich kann mich an keinen Oberbürgermeister erinnern, der sich das nicht auf die Fahnen geschrieben hätte: eine bürgernahe Verwaltung zu schaffen, ein Rathaus, das als Dienstleister agiert, transparent ist und ansprechbar. Gelungen ist es bisher – erkennbar – keinem. Nun also reklamiert Daniel Flemm im ST-Sommerinterview das große Ziel für sich. Er sieht sich sogar schon auf einem erfolgreichen Weg, einen Mentalitätswechsel vom Verwaltungsvorstand bis zum einzelnen Sachbearbeiter bewirkt zu haben.
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Doch dem ist nicht so. Und kann es vermutlich nie sein in einem Konzern mit 3300 Beschäftigten (plus 100, wie man heute weiß). Das erlebt jeder, der mit dieser bürgernahen, ansprechbaren, transparenten Behörde zu tun hat. Etwa die Geschäftsleute in der Walder Fußgängerzone.
Hier will die Stadt verhindern, dass nicht ständig Autos durch die Fußgängerzone fahren – durchaus im Interesse der ansässigen Läden. Doch dafür soll der Lieferverkehr so stark eingeschränkt werden, dass die Händler tagsüber selbst nicht mehr zu ihren Läden kommen. Zudem wird der Verbotsbereich so weit gefasst, dass etwa die Kunden der Fahrzeug- und Möbelsattlerei IndiBike an der Stresemannstraße ihre Motorräder wohl........
