Ab heute Eintrittsgebühr: Wem gehört der Kölner Dom – den Gläubigen oder allen?
Ab heute Eintrittsgebühr Wem gehört der Kölner Dom – den Gläubigen oder allen?
Faszination Kölner Dom: Das berühmte Gotteshaus wird jedes Jahr von sechs Millionen Menschen besucht.
Analyse | Köln · Die Entscheidung, ab heute für den Besuch des Kölner Doms Eintrittsgeld zu verlangen, hat eine erwartbare Debatte ausgelöst. Dass die Gebühr Deutschlands berühmtester Kirche am Ende wirklich nützt, ist dabei längst nicht ausgemacht.
Diese Audioversion wurde künstlich generiert. Mehr Infos | Feedback senden
Es gibt Glaubensrichtungen, die lösen es anders. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, besser bekannt als die mormonische Kirche, gestattet niemandem, der nicht getauftes Mitglied ist, Zutritt zu ihren teilweise architektonisch durchaus beeindruckenden Tempeln. Es gibt hier zwar ein Schlupfloch, allerdings eines mit weitreichenden Folgen: Die mormonische Glaubensgemeinschaft wirbt emsig um neue Mitglieder, das Missionieren ist expliziter Teil ihrer Religionsausübung.
Die meisten anderen Glaubensgemeinschaften verlangen weniger drastische, geschweige denn lebensverändernde Maßnahmen, wenn man ihre Sakralbauten besuchen möchte. Für besonders berühmte Kirchen wird allerdings fast überall auf der Welt Eintrittsgeld verlangt, in vielen Fällen – etwa bei der Sagrada Familia in Barcelona – ist das Besuchsprozedere ähnlich aufwendig wie die Einreiseformalitäten in die Vereinigten Staaten. Und auch annähernd so zeit- und nervenaufreibend. All das blieb Besucherinnen und Besuchern des Kölner Doms, egal, ob Touristen oder Gläubigen, bisher erspart, sofern sie nicht den Turm besteigen oder die Schatzkammer sehen wollten. Das ändert sich nun: Der Erhalt........
