Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin: Die letzten Lehren aus dem Wahljahr 2026
Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin Die letzten Lehren aus dem Wahljahr 2026
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund, hier zwischen den Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla, fuhr in Sachsen-Anhalt einen fulminanten Wahlsieg ein.
Düsseldorf · Die deutsche Politik ist binnen zwei Wochen noch einmal kräftig durchgerüttelt worden. Die Zahlen bieten auch jenseits dessen interessante Erkenntnisse – über das Miteinander von Wut und Kalkül zum Beispiel und die demoskopische Normalisierung der AfD.
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Das dürfte es gewesen sein. Mit den Wahlen für dieses Jahr. Dürfte – weil man derzeit ja nie so recht weiß, was noch kommt. Jedenfalls haben Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin einige neue Erkenntnisse über das politische Gefüge der Bundesrepublik geliefert. Ein Streifzug über vier Felder. Die Zahlengrundlage stammt von Infratest Dimap und der Forschungsgruppe Wahlen.
Neben dem Abschneiden der AfD und dem Absturz der CDU wohl das spektakulärste Ergebnis: die enorme Wahlbeteiligung. 74 Prozent in Berlin, gar 78 in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern – das sind Werte, die man sonst nur bei Bundestagswahlen kennt. In Nordrhein-Westfalen gingen 2022 nur 56 Prozent der Berechtigten wählen. Und der Zuwachs fließt zum größten Teil auf das Konto der AfD: Von den vormaligen Nichtwählern in Sachsen-Anhalt etwa, die dieses Mal mitstimmten, entschieden sich zwei Drittel für die Rechten.
Seit 2024 ist bei allen Landtagswahlen in Deutschland wie auch bei der Bundestags- und der Europawahl die Wahlbeteiligung........
