Die Ökonomisierung der Würde: Wenn Gesundheit zum Privileg wird
Wir erleben in der Politik aktuell eine Verschiebung der moralischen Koordinaten, die uns den Atem rauben sollte: Wenn aus den Reihen der Union ernsthaft gefordert wird, Bürgergeld-Empfängern eine schlechtere medizinische Versorgung zuzumuten, weil sie »zu wenig gearbeitet« hätten, dann ist das kein bloßer Populismus im Vorwahlkampf. Es ist eine Frontalattacke auf die Unantastbarkeit der Menschenwürde.
Verstehen wir wirklich, was hier gerade geschieht? Wir debattieren nicht mehr darüber, wie wir ein solidarisches Gesundheitssystem gerecht finanzieren. Stattdessen steht eine neue Frage im Raum: Welche Menschen sind es überhaupt noch wert, gesund zu bleiben?
Zum Thema: Lasten für alle, der Bund hält sich raus – Das Bundeskabinett beschließt einen umstrittenen Gesetzentwurf zur Reform der GKV-Finanzen. Jetzt muss das Papier ins Parlament.
Diese Verschiebung erfolgt schleichend.........
