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Leben im Mangel

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18.03.2026

Die Untersuchung des Deutschen Schulbarometers wirft nicht nur ein Schlaglicht auf das Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen, sondern auch auf den Zustand in den Schulen. Die Umfrage ergab, dass erstmals seit der Corona-Pandemie wieder mehr Schüler psychische Probleme haben. In der Zeit von Schulschließungen und Homeschooling litten vor allem jene, die zu Hause weniger Unterstützung und Geborgenheit erfuhren. Gleiches ist jetzt zu beobachten: Besonders unwohl fühlen sich Kinder aus einkommensschwachen Familien. Sie leiden erheblich, wenn die Schulen sich in einem schlechten Zustand befinden.

Seit Jahren schon spitzt sich die Situation zu. Lehrkräfte klagen über starke Belastungen – auch wegen der Unterversorgung. Unterrichtsausfall gehört inzwischen oft zum Schulalltag. Die Anforderungen an die Schüler bleiben aber gleich. Das schafft Stress und immer wieder Situationen, die unzumutbar sind. Natürlich müsste die Politik gegensteuern – doch die Maßnahmen reichen nicht aus.


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