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Der Weltfussball als Polittheater

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01.07.2026

Der Weltfussball als Polittheater

Während sich die Fussballer auf dem Platz messen, geht es im Hintergrund um knallharte geopolitische Interessen.

Sommer, 1934, an der Fifa-Weltmeisterschaft im faschistischen Italien: Nachdem sich die Fussballmannschaft kurz vor dem Anpfiff auf dem Platz in einer Reihe aufgestellt hat, erheben die Spieler den rechten Arm zum römischen Gruss, besser bekannt als Mussolinis faschistischer Gruss. Der Duce erwidert die Geste der italienischen Spieler zufrieden.

Der Diktator hat bis dahin alle Hebel in Bewegung gesetzt, um mit dieser WM das faschistische Italien der Welt zu präsentieren. Inklusive übersteigertem Männlichkeitsbild und römisch-antiker-imperialer Architektur.

Mussolini, damals bereits seit zwölf Jahren im Amt, hatte im Vorfeld dafür gesorgt, dass dieses Grossevent und die italienische Gesellschaft bereit waren für die faschistische Propaganda. Träger der Botschaft war der Fussball, geduldet – gar hofiert –........

© Luzerner Zeitung