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Politische Klärung

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19.10.2026

Vier Wochen Proteste – und Emmanuel Macron hat noch immer keine Antwort auf die soziale Wut im Land. Nachdem am Wochenende 800.000 Menschen auf die Straße gegangen waren und es teilweise zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen war, kündigte Frankreichs Präsident in seiner Fernsehansprache am Sonntag abend vor allem weitere Repression an. Demonstrationen sollen leichter verboten werden können, Präfekten und Bürgermeister örtliche Ausgangssperren verhängen dürfen, die Polizei soll noch härter durchgreifen. Auf die Ursachen der Bewegung – marode Schulen, fehlendes Personal, steigende Lebenshaltungskosten, kaputte öffentliche Dienste und Kürzungen – ging Macron dagegen kaum ein.

Damit setzt er fort, was seine fast zehnjährige Amtszeit geprägt hat: Politik gegen große Teile der eigenen Bevölkerung – und wenn die sich erhebt, wird sie niedergeknüppelt. Dafür kommt aber nun die Rechnung: Der Macronismus, das Lager der liberalen Mitte, ist politisch am Ende. Mit Blick auf die........

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