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Die Sache mit dem Duschen im Krieg

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06.03.2026

06. März 2026 – 17. Adar 5786

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Die Sache mit dem Duschen im Krieg

Die Webseite »canishower.com« will berechnen, wann das Risiko eines Raketenalarms gering genug ist, das Wasser aufzudrehen

Der Mann im öffentlichen Schutzraum in Tel Aviv nimmt es mit Humor. »Ich habe gerade geduscht«, sagt Yariv Levy, zuckt mit den Schultern, während draußen über der Erde die Sirenen heulen. Dann grinst er kurz. »Die Website hat gesagt, es sei sicher.« Sein T-Shirt ist klatschnass, die Haare hängen in tropfenden Strähnen von seinem Kopf.

Es ist eine dieser kleinen, leicht absurden Geschichten aus dem Alltag eines Landes im Krieg. Seit sich Israel und der Iran offen militärisch gegenüberstehen und immer wieder Raketen auf israelische Städte abgefeuert werden, ist selbst eine banale Frage zur strategischen Überlegung geworden: Wann kann ich eigentlich duschen, ohne dass mich der Alarm eiskalt erwischt?

Webseite will ausrechnen, wie hoch das Risiko eines Alarms ist

Hilfestellung verspricht eine israelische Webseite mit dem schlichten Namen »canishower.com« (Kann ich duschen). Sie will auszurechnen, wie hoch das Risiko eines Raketenalarms in einem bestimmten Moment ist – und ob man es wagen kann, für ein paar Minuten unter die Dusche zu springen.

Die Seite, auf Hebräisch und Englisch, funktioniert simpel: Sie greift auf öffentlich verfügbare Daten über Raketenalarme in Israel zurück und zeigt in Echtzeit an, wann zuletzt irgendwo im Land Sirenen ausgelöst wurden. Ein Zähler läuft dann hoch und zeigt, wie viele Minuten oder Stunden seit dem letzten Alarm vergangen sind. Dazu kommt eine grobe Einschätzung des Risikos – von........

© Juedische Allgemeine