Die Namen hinter den Raketeneinschlägen
03. März 2026 – 14. Adar 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
Die Namen hinter den Raketeneinschlägen
Neun Menschen sind in Tel Aviv und Beit Schemesch durch Geschosse aus dem Iran getötet worden
Was bleibt, sind Namen und Erinnerungen. Elf Menschen, die bis vor wenigen Tagen noch Teil eines gewöhnlichen Alltags waren, sind die ersten zivilen Todesopfer dieses Krieges. Zehn wurden durch direkte Einschläge von iranischen Raketen getötet, ein Mann starb auf dem Weg in den Sicherheitsraum.
In Tel Aviv begann alles mit einem dumpfen Einschlag in der Nacht. Bewohner berichteten von einer Explosion, die in unterirdischen Schutzräumen hunderte von Metern weit zu hören war. Eine Rakete schlug neben einem Wohngebäude ein, Glasscheiben zerbarsten, Rauch zog durch die Straßen. Eine Frau starb, 20 Menschen wurden verletzt.
Mary Anne Velasquez de Vera, eine Pflegekraft aus den Philippinen, war zu Hause, als die Warn-App auf ihrem Telefon schrillte. Wie Millionen von Israelis in diesen Kriegstagen bereitete sie sich vor, in den öffentlichen Bunker zu eilen. Sekunden entscheiden dann über Leben und Tod. Doch Velasquez de Vera ging nicht allein. Sie half der älteren Dame, für die sie sorgte, in Sicherheit zu kommen. Doch keine der beiden schafften es in den Schutzraum. Die Frauen wurden durch den Einschlag schwer verletzt, Mary Anne Velasquez de Vera starb später an ihren Verletzungen.
Die 32-Jährige hatte erst kurz zuvor geheiratet und war zu diesem Zeitpunkt schwanger mit ihrem ersten Kind. Die Familie, für die sie zuvor gearbeitet hatte, bezeichnete sie als »einen Engel auf Erden«.
Menschen starrten auf die Überreste des Gebäudes
Am Morgen darauf war Tel Aviv, sonst laut und rastlos, still. Cafés blieben geschlossen, die Straßen waren fast menschenleer. Vor dem Haus standen einige Wenige schweigend und starrten auf die Überreste des Gebäudes, als müssten sie sich vergewissern, dass das Geschehene real ist. Es war der erste Einschlag im........
