Bennett entdeckt LGBTQ-Community für den Wahlkampf
02. Juni 2026 – 17. Siwan 5786
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Bennett entdeckt LGBTQ-Community für den Wahlkampf
Der frühere Gegner gleichgeschlechtlicher Partnerschaften fordert heute volle rechtliche Gleichstellung – und erzählt, warum persönliche Erfahrungen seine Sicht verändert haben
Ausgerechnet zum Beginn des Pride Month setzt Naftali Bennett ein Signal, das noch vor wenigen Jahren von ihm kaum jemand erwartet hätte. Der ehemalige Ministerpräsident, der bei den kommenden Wahlen Benjamin Netanjahu herausfordern will, spricht sich heute für die vollständige rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare aus. Eine bemerkenswerte Kehrtwende für einen Politikers, der lange dem nationalreligiösen Lager zugeordnet wurde, und dessen Parteien einst jede Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ablehnten.
In einem ausführlichen Interview mit dem offen schwulen Journalisten Eran Swissa von Israel Hayom erklärte Bennett nun, dass sich seine Ansichten über die Jahre verändert hätten. »Ich unterstütze volle Gleichberechtigung für Mitglieder der LGBTQ-Gemeinschaft, Punkt«, sagte er. Alles, was andere israelische Bürger hätten, müsse auch für sie gelten. Alles, was anderen Paaren zustehe, müsse auch gleichgeschlechtlichen Paaren offenstehen.
Nicht nur politische, sondern auch eine persönliche Entwicklung
Für Bennett ist dies nicht nur eine politische, sondern auch eine persönliche Entwicklung. Der Vorsitzende der neuen Partei »Bejachad« (Zusammen), die gemeinsam mit Yair Lapid gegen Netanjahu antritt, wuchs in einem konservativen religiös-zionistischen Umfeld auf. Wie Swissa gehörte er der Jugendbewegung Bnei Akiva an und besuchte religiöse Schulen. Heute sagt er offen: »Meine Ansichten haben sich im Laufe der Jahre verändert.«
Auslöser dafür war nach eigenen........
