Die Nervosität steigt …
15. Mai 2026 – 28. Ijar 5786
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Die Nervosität steigt…
Schon bald gehen die Scheinwerfer an und 600 jüdische Jugendliche aus ganz Deutschland werden ihre Showacts zum Besten geben
Die Stunden vor der Jewrovision 2026 fühlen sich an wie ein einziger großer Herzschlag. In der großen Halle in Stuttgart Messe wird geprobt, getanzt, gesungen und natürlich gelacht und manchmal auch diskutiert. In den Fluren riecht es nach Haarspray, es dringt Musik über den Flur. Stimmengewirr. Im Backstagebereich liegen halb gepackte Taschen, Wasserflaschen und Zettel mit Choreografien herum. Es werden Schritte geübt, Stimmen warm gesungen, letzte Ideen entstehen spontan zwischen Tür und Angel. Aber es fühlt sich nicht wie ein Chaos an, sondern wie ein Schmelztiegel voller Energie.
Noch ist die Stimmung ruhig, aber die Anspannung ist spürbar. Schon bald werden mehr als 600 jüdische Kinder und Jugendliche ihren großen Showauftritt haben. Für einige ist es das erste Mal, andere haben in Vorjahren bereits teilgenommen. Aber aus allen Eckens Deutschlands sind sie für ein ganzes Wochenende angereist sind, um zu singen und zu tanzen – sprich, um am jährlich größten jüdischen Anlass Europas teilzunehmen. Kein Wunder, ist da Anspannung im Raum, aber auch ganz viel Strahlen in den Augen.
Die Jewrovision ist für viele von ihnen mehr als nur ein Wettbewerb. Sie ist ein Moment, auf den sie monatelang hingefiebert, wochenlang geprobt haben. »Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer freut sich an diesem Ereignis teilzunehmen, das einzigartig ist«, sagt Tali Botman, die selbst als Jugendliche für ihr Jugendzentrum bei der »Jewro« auf der Bühne stand und heute als Madricha dabei ist. Es sei für die Jugendlichen ein unbeschreibliches Gefühl, das man hier erlebe. »Selbst noch Tage danach, wenn man wieder zu Hause ist.«
Neben der Musik........
