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Trump weist Netanjahus Kritik an möglichem F-35-Verkauf an die Türkei zurück

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28.07.2026

28. Juli 2026 – 14. Aw 5786

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Trump weist Netanjahus Kritik an möglichem F-35-Verkauf an die Türkei zurück

»Niemand schreibt mir vor, was wir verkaufen sollen«, sagt der amerikanische Präsident vor seinem Treffen mit Benjamin Netanjahu

 28.07.2026 10:14 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat die öffentliche Kritik des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu an einem möglichen Verkauf von F-35-Kampfjets an die Türkei scharf zurückgewiesen. Auf einem Flug erklärte Trump am Montag vor Journalisten: »Niemand schreibt mir vor, was wir verkaufen sollen.«

Zugleich lobte Trump die Türkei ungewöhnlich deutlich. Das NATO-Mitglied sei für ihn »ein großartiger Verbündeter«. Zwar räumte er ein, dass Ankara kein Freund Israels und auch »kein großer Freund von Bibi« Netanjahu sei. Dennoch betonte er: »Sie waren großartig zu mir.«

Netanjahu hatte sich zuvor entschieden gegen eine Lieferung der modernsten US-Kampfjets an die Türkei ausgesprochen. In einem Interview mit Fox News bezeichnete er die türkische Führung als ein vom Gedankengut der Muslimbruderschaft geprägtes Regime. Deshalb dürfe Ankara weder F-35-Kampfjets noch Triebwerke für Kampfflugzeuge erhalten.

Die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei haben sich seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 und dem anschließenden Gaza-Krieg massiv verschlechtert. Israel betrachtet die Türkei inzwischen zunehmend als regionalen Gegenspieler. Trump hob dagegen die militärische Stärke des Landes hervor. Die Türkei sei »ein sehr mächtiges Land« mit einer »sehr großen und starken Armee« sowie hervorragender militärischer Ausrüstung. Der US-Präsident pflegt seit Jahren ein enges persönliches Verhältnis zum türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan.

Ob es tatsächlich zu einem Verkauf der F-35 kommt, bleibt allerdings offen. Trump hatte sich Anfang Juli zwar grundsätzlich dafür ausgesprochen, doch das US-Außenministerium teilte dem Kongress vergangene Woche mit, dass die........

© Juedische Allgemeine