Kein Geld mehr für die UNRWA
27. Februar 2026 – 10. Adar 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
Kein Geld mehr für die UNRWA
Die CDU hat auf ihrem Bundesparteitag einen Stopp deutscher Zahlungen an das Flüchtlingshilfswerk für die Palästinenser gefordert. Warum der Beschluss richtig ist
Die UNRWA ist ein Unikat. Denn das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten, so der offizielle deutsche Name, kümmert sich, anders als das eigentlich für Geflüchtete zuständige Hochkommissariat UNHCR, ausschließlich um Palästinenser. Dabei ist es gleich, ob diese im Zuge der Staatsgründung Israels fliehen mussten oder noch in ihrer ursprünglichen Heimat ansässig sind. Der Flüchtlingsstatus wird zudem an nachfolgende Generationen vererbt.
So kommt es, dass die UNRWA heute mehrere Millionen Palästinenser versorgt, obwohl nur ein Bruchteil von ihnen im eigentlichen Sinne Geflüchtete sind.
Die UNRWA hat wenig dazu beigetragen, dass die Lage der Palästinenser besser wird.
Die UNRWA hat wenig dazu beigetragen, dass die Lage der Palästinenser besser wird.
»Die UNRWA ist nicht zu ersetzen«, heißt es dennoch ständig. Finanziert wird die Agentur aber fast nur von den Europäern. Die arabischen Staaten, in denen viele Palästinenser leben, halten sich fein raus. Deutschland hat 2025 wieder mehr als 100 Millionen Euro überwiesen – in der vagen Hoffnung, den Palästinensern damit etwas Gutes zu tun.
Dabei hat die UNRWA wenig dazu beigetragen, dass es besser wird. In Gaza, wo sich zwei Fünftel der gut 700 UNRWA-Schulen befinden, lässt sich das besonders gut beobachten. Überspitzt gesagt: Auf dem Schulhof und darunter hat die Hamas das Sagen.
Gleichwohl ist die UNRWA so etwas wie die heilige Kuh der internationalen Gemeinschaft. Deswegen ist es richtig, dass die CDU nun auf ihrem Parteitag gefordert hat, die deutschen Zahlungen an die Palästinenser auf den Prüfstand zu stellen und – langfristig zumindest – der UNRWA den Geldhahn zuzudrehen.
»Die UNRWA ist nicht reformierbar«: CDU will Zahlungsstopp
Einmütig haben die Delegierten des CDU-Bundesparteitags in Stuttgart beschlossen, dass es künftig striktere Auflagen für deutsche Zuschüsse an die Palästinenser geben soll
Endlich kehrt Ehrlichkeit in die Debatte über die UNRWA ein!
Der CDU-Antrag bringt auf den Punkt, was seit Jahren verdrängt wurde: Palästinensische Gewalt darf natürlich nicht als politisches Instrument akzeptiert werden
Noch besser wäre aber, wenn der Beschluss nicht nur symbolisch bliebe, sondern einen Sinneswandel im Regierungshandeln einläuten würde. Das gilt nicht nur für die SPD, die weiter treu zur UNRWA steht, sondern auch für die zuständigen Ministerien. Denn selbst im CDU-geführten Auswärtigen Amt glaubt man immer noch, dass die deutsche Unterstützung der UNRWA zur Stabilität in der Region beitrage und damit irgendwie auch zur Sicherheit Israels.
In Israel glaubt das längst niemand mehr. Dort ist man aus Schaden klug geworden.
thaidigsmann@juedische-allgemeine.de
Olympia: Mehr als ein Regelbruch
Das israelische Bobteam wurde disqualifiziert – doch dahinter steht eine Geschichte von Loyalität, Koexistenz und Mut
von Sabine Brandes 27.02.2026
Ich habe Xavier Naidoos öffentlicher Abbitte geglaubt ...
Da steht er also wieder vor dem Kanzleramt. Nicht als Sänger, nicht als geläuterter Rückkehrer, nicht als jemand, der seine eigenen Irrwege wirklich aufgearbeitet hätte, sondern als Lautsprecher für den nächsten verschwörungsideologischen Ausnahmezustand
von Serdar Somuncu 27.02.2026
Hamas-naher Verein organisiert pro-palästinensische Demos
Anadolu Gençlik Derneği gibt sich in Deutschland betont moderat, doch die Mutterorganisation in der Türkei zeigt ihre Terrorverbindungen offen
Ex-Präsident Clinton sagt vor US-Kongress zu Epstein aus
Erst Ex-Außenministerin Hillary Clinton, nun ihr Mann, Bill Clinton: Erstmals seit mehr als 40 Jahren sagt heute ein Ex-Präsident vor dem US-Kongress aus
Bundesverdienstkreuz für Holocaust-Überlebende Renate Aris
Sachsens Ministerpräsident Kretschmer überreicht am Dienstag mehrere Bundesverdienstkreuze. Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die höchste deutsche Anerkennung für Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen
Straßburg bestätigt deutsche Urteile: Wittenberger »Judensau« bleibt
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erklärt die Eingabe eines jüdischen Rentners für unzulässig. Die Entscheidung ist endgültig
Bericht über IDF-Soldaten als Gastredner an jüdischen Schulen löst Angst aus
Kritiker argumentieren, öffentlich geförderte Schulen dürften während eines Krieges keine Plattform für militärnahe Beiträge bieten. Eltern sorgen sich eher darum, dass die Schulen ihrer Kinder bloßgestellt worden seien
US-Militär legt Trump Optionen für Vorgehen gegen Iran vor
Der Oberbefehlshaber des United States Central Command, Admiral Brad Cooper, soll Trump verschiedene Einsatzvarianten erläutert haben
Zentralratschef Josef Schuster: »AfD-Verbot lieber heute als morgen«
Zugleich äußert er Bedenken: Scheitere ein entsprechendes Verfahren, könnte sich die Partei in ihrem demokratie- und menschenfeindlichen Kurs bestätigt fühlen
+49 30 275833 0 Mo-Do 9-17 Uhr Fr 9-14 Uhrverlag@juedische-allgemeine.deredaktion@juedische-allgemeine.de
© 2026 Jüdische Allgemeine Impressum/Datenschutzerklärung/AGB/Privatsphäre
