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»Die ganze jüdische Welt war in Trauer«

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18.10.2026

18. Oktober 2026 – 7. Cheschwan 5787

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»Die ganze jüdische Welt war in Trauer«

Zum Gedenken an den 7. Oktober stellte Dafna Gerstner ihr Buch vor

Als Dafna Gerstner von den 19 Stunden Todesangst erzählt, die sie und ihr Mann Florian am 7. Oktober 2023 im Schutzraum im Kibbuz Be’eri durchleben mussten, halten alle Zuhörer den Atem an. Die Buchvorstellung im Hubert-Burda-Saal der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG) mit Gerstners nun veröffentlichten Erinnerungen Sie kamen, um uns zu töten ist keine wie jede andere. Denn diese Erinnerungen sind noch Gegenwart, und die drei Jahre, die seitdem vergangen sind, schaffen keine Distanz zu den Ereignissen. An diesem Abend ist es deshalb nicht Dafna Gerstner allein, die von dem Horror jenes Tages erneut erschüttert wird.

IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch fasste diese Gefühle in ihrem einleitenden Grußwort eindringlich zusammen. »Die Welt ist seit dem ›Schwarzen Schabbat‹ vor drei Jahren eine andere«, so Charlotte Knobloch. »Gerade für die jüdische Gemeinschaft in Israel selbst und hier bei uns in der Diaspora. Auch aus der nur scheinbar sicheren Entfernung hier in München war uns gleich bewusst: Wir waren mitgemeint.«

»So zu sprechen kostet Mut, und es kostet Kraft«, betonte Charlotte Knobloch.

Der Schmerz könne seitdem nicht verheilen, unterstrich Knobloch. »Mehr als 1200 Ermordete fehlen ihren Familien noch immer jeden Tag. Kinder vermissen ihre Eltern, Frauen ihre Männer, Männer ihre Frauen. Und, das Allerschrecklichste: Eltern ihre Kinder.« Bereits am ersten Jahrestag des 7. Oktober im Jahr 2024 hatte Dafna Gerstner ihre Erinnerungen in einer bewegenden Ansprache in der Ohel-Jakob-Synagoge mit der Öffentlichkeit geteilt. »So zu sprechen kostet Mut, und es kostet Kraft«, betonte die Präsidentin, dankbar für die Teilnahme der Zweiten........

© Juedische Allgemeine