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Zoff im PEN-Club

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23.07.2026

23. Juli 2026 – 9. Aw 5786

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Wie erwünscht sind jüdische Schriftsteller heute noch in den USA?

Im Frühjahr 2024 erlebte der amerikanische PEN-Club einen kleinen Aufstand: Eine Gruppe von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, unter ihnen die bekannte jüdisch-kanadische Antikapitalistin Naomi Klein, schrieb eine Serie von offenen Briefen an den Vorstand, in denen gefordert wurde, der PEN-Club möge Israel wegen des Krieges im Gazastreifen härter kritisieren.

Vor allem forderten die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen den Vorstand ultimativ auf, Israels Krieg als Genozid zu bezeichnen. Zwar hatte der amerikanische PEN-Club protestiert, wenn palästinensische Autoren ins Visier der israelischen Armee gerieten. Aber er hatte sich dabei auf seine Kernmission zurückgezogen, die Freiheit der Meinungsäußerung zu verteidigen. Auch vor dem G-Wort war der PEN-Club stets zurückgeschreckt.

Vor allem Suzanne Nossel, die damalige Vorstandsvorsitzende des amerikanischen PEN-Clubs, die Jüdin ist, wurde deswegen heftig kritisiert. Naomi Klein und Co. beschuldigten Nossel, »seit Langem loyal gegenüber dem Zionismus, der Islamophobie und imperialen Kriegen im Nahen Osten« zu sein.

Das »World Voices Festival«, ein internationales Schriftstellertreffen in New York, konnte wegen dieses Streits 2024 nicht stattfinden; auch eine Verleihung von Literaturpreisen des PEN-Clubs musste ausfallen. Am Ende trat Suzanne Nossel von ihrem Posten zurück; auch die damalige Präsidentin des amerikanischen PEN-Clubs warf das Handtuch.

Der Jewish Book Council hat eine Hotline zum Antisemitismus eingerichtet.

Der Jewish Book Council hat eine Hotline zum Antisemitismus eingerichtet.

Als 2025 der äthiopisch-amerikanische Schriftsteller Dinaw Mengestu sein Amt antrat, wurde dies von einer Organisation, die sich »Writers Against the War in Gaza« nennt, als Sieg gefeiert – die triumphale Botschaft auf Instagram lautete: »Der Zionismus wird in unserer Literaturwelt nicht mehr geduldet werden.«

Doch nun ist etwas Erstaunliches geschehen: Auf der Webseite des amerikanischen PEN-Clubs, auf die der Präsident des Clubs keinen Einfluss hat, erschien ein Artikel, der........

© Juedische Allgemeine