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Sprache statt Wurzeln

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05. Juli 2026 – 20. Tamus 5786

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Sprache statt Wurzeln

Die aus dem Irak stammende Schriftstellerin Mona Yahia stellte in München ihr neues Buch über jüdisches Leben im arabischen Raum vor

Im Jüdischen Museum München läuft derzeit eine bemerkenswerte Ausstellung mit dem Titel »Yallah. Arabisch-Jüdische Berührungen«. Sie zeigt und lebt von Fragmenten der Erinnerungen, Sprachaufnahmen, vergilbten Fotos, Musiknoten und Erzählungen, die Juden aus arabischen Ländern auf ihrer Flucht noch hatten mitnehmen können: aus dem Irak, Libanon, Ägypten, Tunesien, Marokko und Algerien. Viele waren in das Land emigriert, das sie in ihrer jeweiligen Heimat so verhasst machte – den seit 1948 existierenden Staat Israel.

Wenn von der Nakba die Rede ist, dann bezeichnet dies bis zu 700.000 geflüchtete beziehungsweise von ihren religiösen Autoritäten zur Flucht veranlasste arabisch-stämmige Muslime, die von der UNRWA, dem Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten, inzwischen auf rund 5,9 Millionen Menschen hochgerechnet werden. Von rund 800.000 jüdischen Flüchtlingen aus dem arabischen Raum sprechen praktisch nur jüdische Quellen. Und keiner von diesen hat je ein Rückkehrrecht gefordert, sondern dort neu angefangen, wohin es ihn verschlug: Tel Aviv, New York, Köln.

Kunst ist ein gutes Medium, die eigene Identitätssuche auszuloten. Ob in Kairo, wo man als Nachfahre ägyptischer Juden am ehemaligen Wohn- und Arbeitsort unwillkommen ist. Ob in München, wo........

© Juedische Allgemeine