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Rot-Weiß verbindet

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30. Juli 2026 – 16. Aw 5786

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Vergangene Woche gründete sich mit den »FCB Chaverim« der deutschlandweit erste jüdische Fanklub des FC Bayern München

Erst einmal war es nur eine dieser Ideen, die spontan kommen und rasch wieder vergessen werden. Doch diese eine Idee ließ Lorin Nezer – seit Kurzem Vorstandsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG) und seit Langem leidenschaftlicher Fan des FC Bayern München – nicht mehr los.

Warum hat der Verein, der mit seinem legendären Präsidenten Kurt Landauer doch tief in der jüdischen Vergangenheit Münchens verwurzelt ist, noch keinen jüdischen Fanklub in Deutschland? Warum gibt es noch keinen jüdischen Fanklub in München, der Stadt, in die Landauer – nach seiner Flucht vor den Nationalsozialisten in die Schweiz – 1947 wieder zurückgekehrt war, um noch im selben Jahr als FCB-Präsident wiedergewählt zu werden und den Grundstein für spätere Erfolge zu legen?

Der Entschluss war somit gefasst und auch schnell umgesetzt: Mit seiner Etablierung als offizieller Fanklub stechen die »FCB Chaverim« ziemlich heraus. Unter den mehr als 4800 Fanklubs mit über 340.000 Mitgliedern, die dem FC Bayern weltweit die Treue halten, sind jüdische Vereinigungen die absolute Ausnahme – in Deutschland gab es bisher keine einzige. Das hat sich mit der offiziellen Vereinsgründung im Gemeindezentrum der IKG Ende Juli nun geändert.

»Heute beginnt etwas, das größer sein soll als ein Fanklub.«

»Heute beginnt etwas, das größer sein soll als ein Fanklub.«

Die Gründung ist ein »ganz besonderer Anlass, von dem ich glaube und hoffe, dass wir uns noch in vielen Jahren daran erinnern werden«, eröffnete Nezer das erste Treffen der Chaverim. »Heute beginnt etwas, das größer sein soll als ein Fanklub: Heute beginnt eine Gemeinschaft, die sich den Werten des FC Bayern München verpflichtet fühlt und........

© Juedische Allgemeine