Im Einsatz für die Demokratie
19. Juli 2026 – 5. Aw 5786
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Im Einsatz für die Demokratie
Minister Georg Eisenreich zeichnete Engagierte in Justiz und Polizei mit dem Fritz-Neuland-Gedächtnispreis aus
Bereits zum zweiten Mal ist im Rahmen eines Festaktes im Justizpalast der Fritz-Neuland-Gedächtnispreis vergeben worden. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr der Präsident des Landgerichts Bayreuth, Matthias Burghardt, und Harald Frießner, Kriminalhauptkommissar sowie Referent beim Beauftragten gegen Hasskriminalität der Bayerischen Polizei.
Initiator des Preises ist der Münchner Michael Fischbaum, der ihn in diesem Jahr gemeinsam mit den Bayerischen Staatsministerien der Justiz und des Innern, für Sport und Integration ausgelobt hatte. Vergeben wird der Preis an Juristen sowie an Vertreter aus Polizei und Justiz, die sich in besonderer und vorbildlicher Weise gegen Judenhass einsetzen.
»Ohne Fritz Neuland wäre ich heute sehr wahrscheinlich nicht hier«
Fischbaum will mit dem Preis an den jüdischen Rechtsanwalt Fritz Neuland erinnern, der durch sein tatkräftiges Engagement während der NS-Zeit verhindern konnte, dass seine, Fischbaums, Großmutter Margarete Schreiner in das KZ Dachau deportiert wurde. »Ohne Fritz Neuland wäre ich heute sehr wahrscheinlich nicht hier«, hatte Fischbaum bei der ersten Vergabe erklärt. Mitinitiator ist der Münchner Landtagsabgeordnete und frühere Zweite Bürgermeister Josef Schmid.
Neuland war wesentlich an der Wiedergründung der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG) im Juli 1945 beteiligt, fungierte in der Folge als deren erster Vizepräsident und stand der IKG bis zu seinem Tod 1969 mehrfach als Präsident vor. Zu seiner Person und Wirkung war im Justizpalast eine Ansprache seiner Tochter, der jüngst im Amt wiederbestätigten IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch, vorgesehen. Diese Rede wurde, da sie kurzfristig absagen musste, von ihrem Sohn Bernd Knobloch vorgetragen, der selbst als Anwalt in die........
