Ein belasteter Ort verlangt Bewusstsein
29. Juli 2026 – 15. Aw 5786
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Ein belasteter Ort verlangt Bewusstsein
Ein belasteter Ort verlangt Bewusstsein
Belastete Orte wie etwa Hitlers Geburtshaus in Braunau gibt es in Deutschland und Österreich viele. Erinnerung daran bedeutet, ihr in der Gegenwart die richtige Antwort zu geben
In Hitlers Geburtshaus im österreichischen Braunau ist vergangene Woche eine Polizeiwache eröffnet worden. Jahrzehntelang hatte man über die Nutzung des NS-belasteten Gebäudes gestritten. Es drohte zum Magneten für Neonazis zu werden, ja, war dies zeitweise bereits.
Die Entscheidung wirft eine grundsätzliche Frage auf: Wie viel historische Last muss ein Ort tragen? Ein Gedenkstein vor Hitlers Geburtshaus ist richtig und notwendig. Er erinnert daran, wer hier geboren wurde und welche Verbrechen von der NS-Herrschaft ausgingen, die Hitler verkörperte. Aber ein Gebäude ist kein Täter. Mit dem nötigen Bewusstsein für seine Geschichte kann es einer demokratischen Nutzung zugeführt werden – auch und gerade, damit es für niemanden zu einem Kultort wird.
Hitlers Geburtshaus ist nun eine Polizeistation
1889 kam der spätere Diktator Adolf Hitler im österreichischen Braunau am Inn zur Welt. Das Gebäude wurde in der Vergangenheit immer wieder von Neonazis aufgesucht. Damit soll Schluss sein
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