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Der Kampf ums Rote Rathaus

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16.09.2026

16. September 2026 – 5. Tischri 5787

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Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus

Der Kampf ums Rote Rathaus

Wer in der Hauptstadt neuer Regierender Bürgermeister wird, ist offen – CDU und Linke liefern sich ein enges Rennen

Seit 2023 regiert die CDU mit der SPD als Juniorpartner. Fest steht bislang nur, dass es einen neuen Regierenden Bürgermeister geben wird: Der bisherige Amtsinhaber Kai Wegner zog seine Spitzenkandidatur wegen des Kommunikationsdesasters rund um den massiven Stromausfall im Winter zurück.

Ansonsten ist es ein enges Rennen: Seit dem Sommer wechselten sich die Partei »Die Linke« und die CDU an der Spitze der Umfragen immer wieder ab, zwischenzeitlich lag auch einmal die AfD auf der Pole-Position. Mit der Rechtsaußenpartei haben alle anderen größeren Parteien eine Koalition ausgeschlossen. Der Verfassungsschutz behandelt sie – anders als in Sachsen-Anhalt – zwar nicht als gesichert rechtsextrem, sondern mutmaßlich nur als Verdachtsfall (öffentlich äußert er sich nicht). Doch koalieren will mit ihr keine seriöse Partei.

So dürfte es am Ende auf eine Drei-Parteien-Koalition hinauslaufen. Entweder aus CDU, SPD und Grünen – oder aus Linken, Grünen und SPD. Wobei es in den vergangenen Wochen immer mehr auf Stefan Evers (CDU) oder Elif Eralp (Linke) als Regierungschef oder -chefin hinauslief. Es käme also vor allem auf Grüne und SPD an: Sie müssten sich entscheiden, ob sie mit der CDU oder mit der Linkspartei koalieren.

Es kommt am Ende wohl vor allem auf Grüne und SPD an: Sie müssten sich entscheiden, ob sie mit der CDU oder mit der Linkspartei koalieren wollen.

Es kommt am Ende wohl vor allem auf Grüne und SPD an: Sie müssten sich entscheiden, ob sie mit der CDU oder mit der Linkspartei koalieren wollen.

Zuletzt häuften sich die Stimmen, die vor der Linken warnten. Der Zentralrat der Juden hatte die Partei bereits nach ihrem Parteitag im Juni scharf kritisiert. Sie hatte sich dort dem »Genozid«-Vorwurf gegen Israel angeschlossen.

»Statt sich mit dem wachsenden Antisemitismus zu befassen, der gerade auch von linken Gruppen forciert wird, nutzt die Linke ihren Bundesparteitag für Lippenbekenntnisse zum Schutz jüdischen Lebens, die zwischen Boykottunterstützung und ›Genozid‹-Vorwürfen gegen Israel jede Glaubwürdigkeit verlieren«, erklärte Zentralratspräsident Schuster damals. Für Jüdinnen und Juden mache sie sich damit unwählbar.

Volker Beck, der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), fordert nun von den Berliner Spitzenkandidaten von SPD und Grünen eine........

© Juedische Allgemeine