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Dem Hass die Stirn bieten

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thursday

30. Juli 2026 – 16. Aw 5786

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Dem Hass die Stirn bieten

Nach dem brutalen Angriff auf ein Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft riefen prominente Redner bei einer Mahnwache in Würzburg zum Widerstand gegen Antisemitismus auf

Antisemitische Gewalt ist seit dem 7. Oktober 2023 in Großstädten wie Berlin nichts Ungewöhnliches. Dass ein Pin mit der Flagge Israels am Rande eines Dorffestes in der fränkischen Provinz ein anti-israelisches Verbrechen provoziert, dürfte neu sein. So geschehen am Abend des 19. Juli in Markt Höchberg, einem 9500 Einwohner zählenden Vorort von Würzburg. Dort schlug ein 20-jähriger Syrer ein 65-jähriges Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) wegen eines Israel-Ansteckers derart zusammen, dass der Mann einen Wirbelbruch erlitt.

Eine von rund 150 Menschen besuchte Mahnwache auf dem Unteren Markt im Zentrum Würzburgs zeigte am vergangenen Freitag Solidarität mit dem inzwischen aus dem Krankenhaus entlassenen Opfer, dessen Name aus Sicherheitsgründen geheim gehalten wird. Zudem riefen die Teilnehmer zum Widerstand gegen jegliche Form von Antisemitismus und Antizionismus auf.

Mehrere prominente Persönlichkeiten als Redner

Unweit des Platzes der ersten, im Mittelalter zerstörten Synagoge begrüßte Konstantin Mack, Vorsitzender der DIG Würzburg und Organisator der Kundgebung, eine Verwandte des Opfers sowie mehrere prominente Persönlichkeiten als Redner: Mit Beiträgen vertreten waren die Vizepräsidentin der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, die Bamberger Bundestagsabgeordnete Lisa Badum (Bündnis 90/Die Grünen), Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig (Bündnis 90/Die Grünen) und der Münchner Kabarettist Christian Springer.

Nicht nach Würzburg gekommen war der Höchberger Bürgermeister Alexander Knahn (parteilos), dessen Gemeinde in einer Presserklärung darauf verweist, alle erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen für das Dorffest getroffen zu haben. Zudem habe sich........

© Juedische Allgemeine