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19.07.2026

19. Juli 2026 – 5. Aw 5786

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Der Literaturwissenschaftler Nathan Cohen sprach im Rahmen der Scholem-Alejchem-Reihe über populäre jiddische Literatur in Osteuropa

Beim diesjährigen Scholem Alejchem-Vortrag in jiddischer Sprache kam – bei tropischer Hitze – vieles zusammen: ein »grojser ojlem«, das heißt viel Publikum, der Initiator dieser alljährlich einmal stattfindenden Vortragsreihe Michael Brenner, der seinen derzeitigen Forschungs- und Lehraufenthalt in Washington, für unverzichtbare Termine in München unterbrochen hatte, seine Vertretung Martina Niedhammer, die den Abend mit der Erkenntnis »In Jiddisch lässt sich alles sagen« eröffnete, und ein Referent, Nathan Cohen, der mit seinem Wissen, Humor und Enthusiasmus ein populärwissenschaftliches Thema auf höchstem Niveau präsentierte.

In zweifacher Weise spielte auch »ondenk«, das Gedenken an Verstorbene, eine große Rolle. Zum einen ist der Scholem-Alejchem-Vortrag seit 2023 dem Andenken an die Jiddistin und Mitschöpferin der Reihe, Evita Wiecki (1968–2022), gewidmet. Zum anderen wird die Veranstaltung jedes Jahr zu Ehren verstorbener Jiddisch-Sprechender gefördert. In diesem Jahr geschah dies durch die Kuszner-Stiftung zum Gedenken an Henrik Kuszner (1919–2010) und seine Ehefrau Edit.

Die Nachfolgerin im........

© Juedische Allgemeine