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»Die Realität, in der wir leben«

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03. September 2026 – 21. Elul 5786

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»Die Realität, in der wir leben«

Das israelische Filmfestival »Seret« zeigt atemberaubend dramatische wie komische Filme und Dokumentationen

Bomben fallen, Geschosse schlagen ein. Mitten im Kampfeinsatz der israelischen Armee im Libanon stellt sich eine Frau vor das Kanonenrohr eines Panzers: »Das ist verbotene Zone«, schallt es aus dem Lautsprecher. »Ich suche Ido Sahar. Ich bin seine Mutter!« Es sind Szenen wie diese aus dem Film Oxygen von Netalie Braun, die ebenso atemberaubend wie realistisch sind und unter die Haut gehen. Wie auch das Drama von Reading Lolita in Tehran von Eran Riklis aus dem Jahr 2024 nach den Memoiren von Azar Nafisi: junge persische Studentinnen, die sich im Teheran des Jahres 1980 zu einem geheimen Klub der toten Dichter zusammenschließen und mit der englischen Literaturprofessorin Azar Nafisi »verbotene« Bücher von Nabokov, Austen oder Fitzgerald lesen.

Der Film ist zwar nicht neu, aber er passt hervorragend in die Auswahl der fünf Filme und zwei Dokumentationen, die das Seret International Israeli Film Festival in München und Berlin bis zum 9. September zeigt. »Zur Eröffnungsgala haben wir uns aber für ›Bella‹ von Zohar Shachar und Jamal Khalaily entschieden, einer Komödie, die die Beziehungen zwischen Arabern und Israelis auf eine sehr komische Weise darstellt«, sagt Odelia Haroush, Co-Gründerin des Festivals, das einst in London entstand und inzwischen das weltweit größte seiner Art ist.

In Bella geht es um einen verkrachten Musiker,........

© Juedische Allgemeine