Über die Skurrilitäten des deutschen Wohnungsmarkts
Es gibt diese Gewissheiten, die sich so lange halten, bis sie plötzlich verschwinden. Eine davon war: Wenn die Mieten steigen, dann vor allem dort, wo es schön ist. In den großen Städten mit Cafés, Galerien und Menschen, die sich gegenseitig beim Fahrradfahren zuschauen. Man konnte sich darauf verlassen, dass die Dinge eine gewisse Logik haben.
Nun zeigt eine Analyse des Immobilienportals Immowelt: Die Mieten steigen überall. Auch dort, wo man bislang dachte, die größte Attraktion sei ein freier Parkplatz. Berlin liegt mit 22,3 Prozent im Vierjahresvergleich vorne, das überrascht niemanden. Überraschend ist eher, wer dicht dahinter kommt: Krefeld mit 21,8 Prozent, Hagen mit 20,9 und Gelsenkirchen mit 19,7.
Man fragt sich unweigerlich: Was ist in Krefeld passiert? Hat dort jemand heimlich das Meer angeschlossen? Ist Hagen plötzlich die neue Hauptstadt des guten Lebens? Und seit wann träumt man in Gelsenkirchen von Altbauwohnungen mit Stuck?
Die naheliegende Erklärung lautet: Die Metropolen sind so teuer geworden, dass die Menschen ausweichen. Sie ziehen dorthin, wo es noch geht. Das klingt plausibel, ist aber ein bisschen so, als würde man sagen, jemand esse freiwillig Knäckebrot, weil die Croissants ausgegangen sind. Es unterschätzt, dass auch Knäckebrot seine Anhänger hat.
Es gibt diese Gewissheiten, die sich so lange halten, bis sie plötzlich verschwinden. Eine davon war: Wenn die Mieten steigen, dann vor allem dort, wo es schön ist. In den großen Städten mit Cafés, Galerien und Menschen, die sich gegenseitig beim Fahrradfahren zuschauen. Man konnte sich darauf verlassen, dass die Dinge eine gewisse Logik haben.
Nun zeigt eine Analyse des Immobilienportals Immowelt: Die Mieten steigen überall. Auch dort, wo man bislang dachte, die größte Attraktion sei ein freier Parkplatz. Berlin liegt mit 22,3 Prozent im Vierjahresvergleich vorne, das überrascht niemanden. Überraschend ist eher, wer dicht dahinter kommt: Krefeld mit 21,8 Prozent, Hagen mit 20,9 und Gelsenkirchen mit 19,7.
Man fragt sich unweigerlich: Was ist in Krefeld passiert? Hat dort jemand heimlich das Meer angeschlossen? Ist Hagen plötzlich die neue Hauptstadt des guten Lebens? Und seit wann träumt man in Gelsenkirchen von Altbauwohnungen mit Stuck?
Die naheliegende Erklärung lautet: Die Metropolen sind so teuer geworden, dass die Menschen ausweichen. Sie ziehen dorthin, wo es noch geht. Das klingt plausibel, ist aber ein bisschen so, als würde man sagen, jemand esse freiwillig Knäckebrot, weil die Croissants ausgegangen sind. Es unterschätzt, dass auch Knäckebrot seine Anhänger hat.
