Die Oligarchisierung der Öffentlichkeit
Unsere freiheitliche Öffentlichkeit wirkt auf den ersten Blick demokratisch. Millionen Menschen äußern sich täglich in sozialen Netzwerken, unzählige Medien konkurrieren um Aufmerksamkeit, Informationen scheinen frei zugänglich zu sein. Doch hinter dieser scheinbaren Vielfalt steht eine bemerkenswerte Konzentration von Eigentum und Kontrolle.
Ein relativ kleiner Kreis von Milliardären besitzt einen erheblichen Teil der Kommunikationsinfrastruktur, über die sich Gesellschaften informieren, streiten und politisch orientieren. Wer verstehen will, wie öffentliche Meinung im 21. Jahrhundert entsteht, muss deshalb nicht nur auf Journalisten, Redaktionen oder politische Parteien schauen. Man sollte auch auf Eigentümerstrukturen........
