Tech-Konzerne – die „Big Seven“ sind tot, es leben die „Big Six“
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
in den vergangenen Jahren haben wir uns angewöhnt, von den „Big Seven“ zu schreiben. Doch es ist an der Zeit, sich von diesem Begriff zu verabschieden. Mit Amazon, Alphabet, Apple, Meta, Microsoft und Nvidia sind es nämlich nur sechs Tech-Konzerne, die den US-Aktienmarkt prägen.
Die siebte Aktie im Bunde, Tesla, hat sich längst aus allen Maßstäben einer seriösen Bewertung verabschiedet und gleicht eher dem Mitgliedsausweis einer Sekte: Ich glaube an Elon Musk, also bin ich Aktionär von Tesla. Anders lässt es sich nicht erklären, dass ein Elektroautobauer mit schrumpfendem Geschäft, leerer Produktpipeline und ebensolchen Versprechen in Sachen autonomem Fahren auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 400 auf Basis der 2025er-Zahlen kommt.
Anders ausgedrückt: Hätte Musk sein Unternehmen im Dreißigjährigen Krieg gegründet und seitdem so gewirtschaftet wie im zurückliegenden Jahr, dann hätte Tesla jetzt allmählich seinen Börsenwert zurückverdient.
Ich persönlich würde mich freuen, wenn Tesla beim autonomen Fahren doch noch zum Technologieführer Alphabet („Waymo“) aufschließen kann. Und auch Teslas Universalroboter „Optimus“ wünsche ich alles Gute. Aus Aktionärssicht kann man ohne quasi-religiöse Verklärung allerdings nur zu dem Schluss kommen: Tschüss, Tesla!
Handelsblatt-Aktienexperte Ulf Sommer bevorzugt daher inzwischen den Begriff der „Big Six“. Nach den jüngsten Kursrückgängen hat er sich deren Kennzahlen angesehen und kommt zu dem Ergebnis: Steigende Gewinne und fallende Aktienkurse lassen die Bewertungen deutlich sinken. Fünf der sechs Aktien liegen beim Kurs-Gewinn-Verhältnis zwischen 27,6 (Microsoft) und 44,1 (Nvidia), jeweils auf Basis der........
