Kleine zahlen, Große lobbyieren: New Yorks Müll-Revolution
Die Strafe kam auf einem bekritzelten Abrisszettel, adressiert an meinen Vermieter. Absender: die New Yorker Müllbehörde. In unserem Haus, so der Vorwurf, würden Lebensmittelreste nicht vom übrigen Abfall getrennt. Das kostet beim ersten Verstoß 25 Dollar, im Wiederholungsfall bis zu 100. Ein Kontrolleur hatte wohl – ausgerüstet mit Taschenlampe und Handschuhen – meinen Müllsack am Bordstein geöffnet.
Ausgerechnet ein Deutscher, erwischt beim falschen Mülltrennen. In der Heimat hätten längst Zettel im Treppenhaus gehangen. Doch hinter der Peinlichkeit steckt ein größerer Kampf: New York probt gerade die Müllrevolution,........
