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Trumps Ultimaten an den Iran sind Ausdruck der Schwäche

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24.03.2026

Der US-Präsident liebt Ultimaten – gerne in Verbindung mit apokalyptischen Drohungen. Das war im Falle Irans so, als Trump die vollständige Zerstörung der Energieinfrastruktur ankündigte, sollte Teheran nicht innerhalb von 24 Stunden die Straße von Hormus freigeben. Dieses Ultimatum verlängerte Trump dann am Montag überraschend um fünf Tage, weil es angeblich konstruktive Gespräche gebe, die das iranische Regime allerdings zunächst hart dementierte.

Für diesen „Friss-oder-stirb“-Ansatz des US-Präsidenten freilich gilt, was für seine Politik insgesamt gilt: Was montags noch richtig war, ist dienstags schon obsolet. Selbst die Märkte verlieren die Orientierung. Der deutsche Aktienindex pendelt neuerdings mit Amplituden von 1300 Punkten bei noch so vagen Ankündigungen des Präsidenten.

Die Wirkung von Ultimaten verbraucht sich

Ultimaten erfreuen sich extremer Beliebtheit bei Trump, weil sie ein absolutistisches Herrschaftsmittel sind. Sie entspringen einer Ideologie, die auf Unterwerfung und bedingungslose Kapitulation des Gegners ausgerichtet ist.

Das Problem: Das Mittel verbraucht sich, je öfter man es einsetzt, je öfter Ultimaten verschoben werden oder man sie gar ohne Konsequenzen verstreichen lässt. Und auch die jüngsten Volten des Präsidenten gegenüber Teheran zeugen eher von Schwäche. Trump hat sich mit seinem planlosen Krieg hoffnungslos verspekuliert – und er sucht hektisch nach Lösungen für einen gesichtswahrenden Rückzug.

Der US-Präsident liebt Ultimaten – gerne in Verbindung mit apokalyptischen Drohungen. Das war im Falle Irans so, als Trump die vollständige Zerstörung der Energieinfrastruktur ankündigte, sollte Teheran nicht innerhalb von 24 Stunden die Straße von Hormus freigeben. Dieses Ultimatum verlängerte Trump dann am Montag überraschend um fünf Tage, weil es angeblich konstruktive Gespräche gebe, die das iranische Regime allerdings zunächst hart dementierte.

Für diesen „Friss-oder-stirb“-Ansatz des US-Präsidenten freilich gilt, was für seine Politik insgesamt gilt: Was montags noch richtig war, ist dienstags schon obsolet. Selbst die Märkte verlieren die Orientierung. Der deutsche Aktienindex pendelt neuerdings mit Amplituden von 1300 Punkten bei noch so vagen Ankündigungen des Präsidenten.

Die Wirkung von Ultimaten verbraucht sich

Ultimaten erfreuen sich extremer Beliebtheit bei Trump, weil sie ein absolutistisches Herrschaftsmittel sind. Sie entspringen einer Ideologie, die auf Unterwerfung und bedingungslose Kapitulation des Gegners ausgerichtet ist.

Das Problem: Das Mittel verbraucht sich, je öfter man es einsetzt, je öfter Ultimaten verschoben werden oder man sie gar ohne Konsequenzen verstreichen lässt. Und auch die jüngsten Volten des Präsidenten gegenüber Teheran zeugen eher von Schwäche. Trump hat sich mit seinem planlosen Krieg hoffnungslos verspekuliert – und er sucht hektisch nach Lösungen für einen gesichtswahrenden Rückzug.


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