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Chaostheorie mit Donald Trump

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Berlin. Liebe Leserinnen und Leser,

Menschen kann man fast alles andrehen, wenn ein bekannter Name über dem Produkt steht. Die US-Lernplattform Masterclass macht daraus ein Geschäftsmodell: Filmemachen mit Martin Scorsese, Kochen mit Gordon Ramsay oder Reichwerden mit Kim Kardashian. Sogar Ex-Präsident Bill Clinton gibt dort eine Schulung – über „Inclusive Leadership“.

Donald Trumps Meisterklasse würde wohl „Chaostheorie mit Präsident Trump“ heißen, zumindest legt das sein Kurs im Nahostkrieg nahe. Genau zwei Wochen ist es her, dass die USA an der Seite Israels begonnen haben, den Iran großflächig zu bombardieren. Von der anfänglichen Erleichterung über den Tod des Ajatollahs Ali Chamenei ist wenig übrig: Sein Sohn Modschtaba Chamenei hat übernommen, das iranische Regime ist überraschend resistent.

Donald Trumps Meisterklasse würde wohl „Chaostheorie mit Präsident Trump“ heißen, zumindest legt das sein Kurs im Nahostkrieg nahe. Genau zwei Wochen ist es her, dass die USA an der Seite Israels begonnen haben, den Iran großflächig zu bombardieren. Von der anfänglichen Erleichterung über den Tod des Ajatollahs Ali Chamenei ist wenig übrig: Sein Sohn Modschtaba Chamenei hat übernommen, das iranische Regime ist überraschend resistent.

Das Chaos der US-Regierung zeigt sich nicht mal so sehr an der Kriegsführung, denn rein militärisch funktioniert die „Operation Epic Fury“: Die USA haben mehr als 5500 Ziele im Iran angegriffen, etwa 80 Prozent der iranischen Luftabwehr ausgeschaltet und rund zwei Drittel der iranischen Raketenwerfer zerstört. Trump lässt alles auffahren, was die größte Militärmacht der Welt zur Verfügung hat.


© Handelsblatt