Zwischentöne gesucht
Stand: 11.08.2026, 14:01 Uhr
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Die Drohne am Leipziger Flughafen hat die Angst vor einer Ausweitung des Ukraine-Kriegs geschürt. Doch in der Debatte über Waffenlieferungen und Selbstverteidigung fehlt eine Kraft, die beides verbindet: pazifistische Grundhaltung und Verteidigung des Völkerrechts.
Eine Drohne am Leipziger Flughafen, beladen mit Sprengstoff, nur durch glückliche Umstände nicht explodiert, ganz nahe beim Standort ukrainischer Transportmaschinen für militärische Güter: Wieder ist der Krieg der kollektiven Gefühlswelt der Deutschen ein Stück näher gerückt. Ob der Angriff das Werk Russlands war oder nicht: Er liefert ein Stück des Stoffs, aus dem eine diffuse Angst vieler Menschen entsteht. Die Angst, dass „der Russe“ die Grenzen „unserer“ Belastbarkeit testet, um irgendwann auch die Haltbarkeit unserer Landesgrenzen auf die Probe zu stellen.
FR-Autor Stephan Hebel kommentiert an dieser Stelle alle 14 Tage aktuelle politische Ereignisse. Wenn Sie Kritik, Lob oder Themenhinweise haben, schreiben Sie an stephan.hebel@fr.deBitte merken Sie dabei auch an, ob Sie mit einer Veröffentlichung einverstanden wären. fr.de/hebel-meint
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