Zu viele junge Muslime sind anfällig für islamistische Ideen
Nach dem CSD-Anschlag : Zu viele junge Muslime sind anfällig für islamistische Ideen
Die Politik darf keinen Bogen mehr um das Problem machen. Auch auf die Islamverbände kommt es an. Ihr Einfluss ist nicht zu unterschätzen.
Am Anfang einer breiten Auseinandersetzung mit dem Islam in Deutschland stand ein Sicherheitsproblem. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurden plötzlich Fragen gestellt. Wer predigt in deutschen Moscheen? Was glauben Muslime? Wer ist Freund, wer ist Feind? Die Herausforderung war schon damals, nicht in eine Hermeneutik des Verdachts zu verfallen und gleichzeitig kritisch hinzuschauen.
Die 2006 geschaffene Deutsche Islamkonferenz sollte helfen, einen Dialog zwischen dem Staat und den Muslimen zu ermöglichen. Zwanzig Jahre später drängt sich der Eindruck auf, dass man nicht sehr viel weitergekommen ist. Die Rolle des Islams wird nach wie vor nur dann beleuchtet, wenn ein islamistischer Anschlag verübt wurde. So wie jetzt auf den Christopher Street Day in Berlin.
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Das ungelöste Grundproblem ist, dass niemand für sich beanspruchen kann, die knapp sieben Millionen Muslime im Land zu vertreten. Das ist auch schlechterdings nicht möglich, weil muslimisches Leben in Deutschland vielfältig ist.........
