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Bayerns KI-Vorstoß ist nur Symbolpolitik

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thursday

Prüfungen an Hochschulen : Bayerns KI-Vorstoß ist nur Symbolpolitik

Die bayerische Landesregierung will ihren Hochschulen verbieten, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz pauschal zu verbieten. Doch wer hat das überhaupt gefordert? Und wie soll Prüfungsbetrug verhindert werden?

Seit die Künstliche Intelligenz an den Universitäten Einzug gehalten hat, kursieren dort die unterschiedlichsten Szenarien. Manche halten Prüfungen unter KI-Bedingungen für ein Auslaufmodell und empfehlen ersatzweise die Bewertung von KI-Kompetenz. Andere fordern die Rückkehr zu Klausuren und mündlichen Prüfungen, was die Frage offenlässt, wie der Nachweis wissenschaftlicher Arbeitsfähigkeit künftig erbracht werden soll. Der klassischen Hausarbeit, die genau diesen Zweck erfüllt, wurden schon viele Nachrufe gewidmet. In Kombination mit mündlichen Prüfungen ließe sich jedoch verhindern, dass makellose Arbeiten von Studenten vorgelegt werden, die vom Inhalt keinen blassen Schimmer haben.

Die Lage ist also nicht aussichtslos, aber verworren. Klar ist vorläufig nur, dass zusätzliche Prüfungsleistungen an der Massenuniversität nicht kostenneutral erbracht werden können. Wenn die Politik den Hochschulen nicht mehr Lehrpersonal zur Verfügung stellt, werden die Hochschulen mutmaßliche KI-Täuschungen durchwinken, was dem Vernehmen nach schon heute massenhaft geschieht, weil man angesichts der unklaren Rechtslage die juristische Auseinandersetzung scheut und genügend andere Dinge zu tun hat. Dazu kommen weitere Unklarheiten. Die Prüfungsordnungen sind der neuen Technik zumeist noch nicht angepasst. Die Frage, ob KI nur für Orthographie und Grammatik oder auch für Themenfindung, Gliederung und Argumentation verwendet werden darf, bleibt den Dozenten überlassen.

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